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Interkultureller Dialog
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Texte und Vorträge
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Prof. Peter H. Mettler,
Ph.D., M.A.
- Zur Dialektik der geopolitischen "Heilsbringer" |
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Prof. Peter H. Mettler,
Ph.D., M.A. Eisenstädter Akademie - Internationales Symposion (9.-11. Dez. 2008), "Zum höchsten Glück der Erdenkinder - Menschenbildung im Lichte von Utopien und Prophezeiungen"
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| Für den
eiligen Leser I. Einleitung [1] II. Skizzen vom Heute |
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| a. Wahrnehm-
und Erleb- bares (mit Coda) b. Wer lieber eher "Wissenschaftliches" lesen möchte … c. Fragen an die Ökonomie d. Ökonomische Forschungsprogramme |
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| III. Wissenschafts-
und Technologie- Entwicklung [2] IV. Prolegomena zu einer Theorie des 21. Jahrhunderts V. Schlußfolgerungen Literatur |
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Für
den eiligen Leser I.
Einleitung II. Skizzen vom Heute (in vier Teilen) a. Wahrnehm- und Erleb-
bares Peter Sloterdijk fragte, wie lange die Gesellschaft den "schreienden Gegensatz zwischen den künstlichen Paradiesen der Wohlstandszone und dem Elendcamping der Ausgeschlossenen" noch ertragen könne (oder: in den USA, einem der reichsten Länder der Welt, kann sich jeder sechste Bürger keine Krankenversicherung leisten)? All überall wird davon gesprochen (so z.B. die Financial Time, November 11, 2008, p. 11), o daß das Weltbanksystem überholungsbedürftig ist; o daß jeder Versuch, das ganze Bretton Woods System zu erneuern, ein Reinfall werden würde; [4] o welche Mittel nationalen Regierungen zur Verfügung stehen könnten, die weltweit-geopolitische Finanzkrise zu bekämpfen? (NY Times, November 18, 2008) o oder und last, but not least: wie westlich-okzidentale Industriestaaten ihre strategischen Interessen gegen die Kauftourneen neureicher Staaten wie China, Indien, die Russische Föderation oder die VAE immunisieren könnten? etc. Da man vor jeder Conclusio versuchen sollte, die Logik der Gegenseite zu verstehen (meist: ohne sie zu teilen), werfen wir hier einen Blick auf die Sonderbeilage "Bahrain" der Financial Times vom 11. 11. 2008: o "Little state knows it must dream large" (S. 2); o "Diversification is urgent as oil prices slide"; o "Our small size makes us nimble" and "Island faces stiff local competition"; o Training drive aims to avert skills shortage"; o More jobs for locals will soon be required; and finally: o hidden majority wants to be drawn into the mainstream. Und, quasi als Gegensatz, zugleich aber auch voll "system-immanent" (i.e. Kapital ist vollkommen ungebunden in lokaler/inter- bzw. transnationaler Hinsicht sowie in kultureller oder technologischer Hinsicht): die Artikelserie der Wirtschafts-Zeitschrift "Cicero" (11/2008): Fegefeuer des Kapitals (Tom Wolfe), Cowboy-Kapitalismus (Francis Fukuyama); Welchen Kapitalismus wollen wir? (11/2008, S. 45), von Frank A. Meyer. Die amerikanischen Präsidentschaftswahlen
haben dieses Mal große Aufmerksamkeit weltweit erregt. Warum?
Dazu schreibt Lewis Baston im "Social Europe Journal" (Vol.
4, Issue 1, Autumn 2008): Ja, der Wahlkampf wurde
von der Rezession bestimmt. Sie kommentierte David Brooks in der New
York Times vom 18. Nov. 2008: Einer ist z.B. im Artikel "Sometimes it's smarter to barter" (LA Times, 16. Nov., 2008) indiziert: Tausch statt Kauf! So jemand die ökonomische Situation illustrieren wolle, sollte er/sie zumindest auch den Aspekt der gegenwärtigen US Wirklichkeit beleuchten: die Kriege in Afghanistan und Irak. Sie führen z.B. wieder (wie zu Zeiten des Vietnam Kriegs) dazu, daß Zeitungen (z.B. die Los Angeles Times vom 16. November 2008 bzw. die Webseite "latimes.com/wardead) darauf hinweisen, daß es z.B. eine Datenbank mit Kriegstoten gibt, die etwa nach Alter, Herkunftsstadt, Schulabschluß, Dienststelle, etc. abgefragt werden kann, bzw. darauf, daß man in ihr, kostenlos, auch gefallenen Freunden bzw. Soldatenkollegen gedenken kann, etc. In der genannten Ausgabe
der LA Times wurde weiter von zwei interessanten Verhältnissen
berichtet: Ja, bankrott, ebenso wie das Welt-Finanzsystem, das ehemals Bretton Woods (BW) genannt wurde. Dem erhofft-notwendigen Neuen gab man schon BW II als Namen, selbst wenn z.Z. niemand sagen kann, ob eine für den 30. April 2009 geplante Konferenz dazu tatsächlich wird tagen können. Würde man zu einer Coda des Wahrnehm- und Erleb- baren zu kommen versuchen, müßte man zunächst bestätigen, daß man von "Glück" keine Spur hat finden können … da, u.a., die klimaschädlichen Treibhausgas-immissionen dieses Jahr auf Rekordniveau anstiegen; … oder sich der mexikanische Drogenkrieg in die USA hinaus ausdehnt … Es gab lediglich kleinere
Glückschancen-Indikatoren wie z.B. Hazel Hendersons "Ethical
Markets", die Chancen Europas und Lateinamerikas, dem US downtrend
zu entkommen oder Versuche, das US Sozialsystem an Hand einer Reform
des 401 (k) Systems zu reformieren … und schließlich sollte man
ehrlicherweise feststellen, daß, auch wenn geschrieben wurde:
"Obama could change dynamic in Arab world", die Chance für
Obama angesichts des von Bush überlassenen Erbes, viel Gutes tun
zukönnen, leider nur äußerst gering sind. b.
Wer lieber eher "Wissenschaftliches" lesen möchte In anderen Staaten, vornehmlich in China, ist in wenigen Jahrzehnten fast eine halbe Milliarde Menschen in die Mittelschicht eingerückt - so viele so schnell wie nie zuvor. Länder wir China oder Mexiko und die Türkei werden bald einen Lebensstandard erreichen wie ihn Spanien heute hat. Die Armen sind arm wie
immer, während die Reichen (z.B. die, nach FORBES, derzeit 946
Milliardäre mit einem Vermögen vom $ 3,5 Billionen) reicher
als je wurden. 2,7 Milliarden Menschen, also rund 40% der Erdbevölkerung,
lebt von weniger als zwei Dollar pro Tag. Viele leben nicht unähnlich
den früheren Sklaven und werden im wahrsten Sinne "ausgebeutet".
Oder mit anderen Worten: Die obersten 5% verdienen in zwei Tagen, wofür
die untersten 5% ein ganzes Jahr arbeiten müssen. Oder mit anderen
Zahlen: Die 65 Millionen Reichsten verdienen 564-mal mehr als die 65
Millionsten Armen (1980 waren es erst 216-mal mehr). |
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Ist, seit dem Ende
des Kalten Kriegs, anstelle von
"Ost gegen West" "Arm gegen Reich" getreten"? |
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c.
Fragen an die Ökonomie |
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| 1 |
EU und Club of Rome organisierten im November eine Tagung "Beyond GDP" in Brüssel und das dt. Statistische Bundesamt hat schon lange Arbeitsgruppen zur sozialen und ökologischen Bilanzierung, etc.. Dahinter stecken Fragen wie z.B.: Wie steuert ‚man' den allgemeinen Wohlstand und die Lebensqualität (bzw.: ‚wie sind diese definiert'?), wie kann man "policies" ex ante ‚prüfen', wie prüft man Ergebnisse und wie wendet man Prüfergebnisse wieder zur Verbesserung der polit-ökonomischen Steuerungskapazität an? Ein gutes Beispiel ist der "Ökologische Fußabdruck". |
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| 2 |
Haben ökonomische Schulen etwas dazu gesagt oder ist es nur allgemeine historische Erfahrung, daß leicht ausbeutbare Ressourcen wie Öl oder Gas (oder Gold, Diamanten, etc.) die Entwicklung der diese besitzenden Länder negativ beeinflussen (etwa das Bürgerkriegsrisiko steigern, weil es Aufständischen den bewaffneten Kampf finanziert), so z.B. die Bildungs- und Qualifizierungsanstrengungen unterminieren (gute derzeitige Beispiele wären Rußland, Nigeria oder der Kongo), etc.? Bzw: Gibt es Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher Interdependenz und Konflikt-Minimierung? |
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| 3 |
Wie kann der Zusammenhang wirtschaftlicher Interessen und politisch-staatlicher Macht beschrieben, gesteuert und kontrolliert werden? |
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| 4 |
Wie können Versuche des Erhalts von Besitzständen wie etwa von (älteren) Industrien gegen neue Wettbewerber (etwa mit effizienterer Technik und/oder niedrigeren Preisen von außerhalb der eigenen Wirtschaftszone) beschrieben, gesteuert und kontrolliert werden? |
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| 5 |
Moderne Fragestellung:
Unter welchen Bedingungen ist ein Gleichgewicht der Wischaftspläne
von unabhängig Handelnden denkbar? Ist ein solches überhaupt
wünschenswert? |
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| 6 |
Warum kann/will/darf sich die Ökonomie nicht vom Wachstumsparadigma lösen, bzw. nur qualitativ denken? |
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| 7 |
Wie müßten
erste Schritte auf ein europäisches Alternativmodell
zur Globalisierung aussehen? Dazu kann man einige eher zufällige
Charakteristika nennen: Zwar sehr sensibel aber trotzdem zentral gesteuerte
regionale Produktion für regionale sowie kulturelle, wissenschaftliche
und soziale Bedürfnisse mit regionalem Recycling … damit Rohstoff-Ökonomie
(u.a. Verkehrsreduktion) … zu der auch andere Ansätze wie z.B.
regenerative Energien, Positivhäuser, etc., kurz Nachhaltigkeit,
gehören … |
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| 8 |
In wie weit sind Ideen wie die sozio-ökologischen und Balance-Ansätze … gekoppelt mit Welt-Marshall-Plänen … schon praxistauglich aufbereitet worden? Aber auch Ansätze wie die Tobin-Steuer, etc. … |
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| 9 |
Hat Stieglitz Kritik an der Durchführung der Globalisierung, nicht aber an deren Theorie, recht oder gibt es auch (und wenn ja, welche) theoretische Kritik an deren Theorie? |
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| 10 |
Warum wurde "Klima" unter Ökonomen bislang kaum diskutiert? Gehört Klima (Luft, Wärme, Regen und Wasser, Energie, etc.) nur zum Thema "knappe Güter" oder auch zu "global commons" sowie zur "Überlebensökonomie"? |
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| 11 |
Können ökonomische Mechanismen zu nachhaltiger Klimastabilität beitragen, und wenn ja, wie? Bzw. umgekehrt: Welche ökonomischen Mechanismen tragen zu nicht-nachhaltigem Klimawandel bei? |
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| 12 |
In wie weit läßt sich die Ökonomisierung (Profitalisierung, Handel- und Tausch-bar- Machung) aller menschlichen und natürlichen Lebensbereiche durchhalten/ begrenzen? Also beispielsweise Kunst und Kultur oder geistiges Eigentum, etc. |
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| 13 |
Ist Rüstungs-Ökonomik für unsere Arbeit ein sinnvoller Begriff? Bzw.: Warum wundern sich die USA als die größten Rüstungsgüter-Exporteure über Angriffe gegen sich? Und oft genug sogar militärisch mit von ihnen gelieferten Waffen … |
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| 14 |
Hat die Ökonomie ethische Argumente … kann sie (bzw., und sehr spezifisch; die Chicago-Schule) überhaupt welche haben? Dazu sei an die Adam Smith'sche "Theorie ethischer Gefühle" erinnert … (s. dazu insb. W. Meyer, "Grundlagen …", Abschnitt IV, Ökonomie und Moral). Was sagt sie zur Bewegung "Ethical Markets" (initiiert durch Hazel Henderson)? |
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| 15 |
Klassisch schließen sich Wettbewerb und "information disclosure" aus. Annalee Saxenian zeigt in ihrem Buch "Regional Advantage - Culture and Competition in Silicon Valley and Route 128" das Gegenteil. |
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| 16 |
Nimmt die Ökonomie (zumindest die, die sich mit Welt- oder Global-Wirtschaft beschäftigt) Kenntnis von der Begrenztheit der Ressourcen unserer Erde (unseres Planeten)? Und wenn nicht, warum nicht? Bzw.: Was meint sie zum immer schnelleren Anwachsen des Rohstoffverbrauchs, das schon seit langem, und ebenfalls ansteigend, die natürliche Neubildung von Rohstoffen übersteigt? - Lebten wir in den 70er Jahren in manchen Sektoren noch innerhalb der Naturgrenzen, so haben wir heute ein fast allgemeines "Overshooting". |
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| 17 |
Weil Wirtschaftsvertreter (und das sind nicht wirklich "Ökonomen" ! ) die Vorteile der "Economy of scale" sowie der Standardisierung (vor allem in Ländern mit geringen Umweltstandards) so sehr wirksam über PR anpreisen, bzw. sie als die einzige wirklich zeitgemäße (Überlebens-) Methode hinstellen, wird so wenig über deren negative Folgen wie Transport/Verkehr und deren Klimafolgen, schlechte bis gefährliche Qualität, Arbeitsplätze- und Kaufkraft- Verluste zu Hause, etc. berichtet … jetzt werden ja sogar schon die Labors verlegt … sägen sich die know-how- und kapital-exportierenden Länder nicht langfristig den Ast ab, auf dem sie sitzen? |
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| 18 |
In der Wissenschafts-
und Technologie- Forschung ist unumstritten, daß langfristig auf
"Grundlagenforschung" nicht verzichtet werden kann,
privatwirtschaftliche F&E - Finanzierung diese aber kaum je gefördert
hat. Was ist - ökonomisch-theoretisch - dazu zu sagen? Marktversagen,
wie beim Klima? Aufgabe des Staates, etc. … |
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| 19 |
Wie weit tragen ökonomische Rechtfertigungen ökonomischer Ziele wie z.B. Marktdominanz, Technologieführerschaft, Produktivitäts-Champion, Ertragsmaximierung, etc. gegenüber Zielen aus politischen (strategischen), karitativen oder kulturellen Bereichen oder aus Sicherheitsgründen? |
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| 20 |
Ökonomen wie Milton Friedmann haben nicht nur empfohlen, den Wehrdienst und staatliche Schulen abzuschaffen sondern wollten auch Drogen legalisieren … und Zentralbanken führten Friedmanns Empfehlung auf Geldmengensteuerung erfolgreich aus. Haben seine Schüler oder andere Ökonomen Grenzen seiner Lehre angeführt? Und was sagen sie zur Idee einer Weltwährung? |
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| 21 |
Warum ist es um Modelle und Weltmodelle in letzte Zeit still geworden? Läßt sich das wirtschaftliche Geschehen doch nicht in nur "einem" Modell abbilden? Die zentrale Problematik scheint darin zu liegen, sich nicht in der Vielzahl von Einflußfaktoren zu verstricken sondern sich auf die maßgeblichen Faktoren zu beschränken. Der Streit scheint wohl darum zu gehen, welche dies sind (Clive W.J. Granger erhielt 2004 für sein diesbezügliches Lebenswerk den Ökonomie-Nobelpreis) |
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| 22 |
Geht es bei "Größen" wie dem geplanten Zusammenschluß des Merc (Chicago Mercantile Exchange) mit dem CBOT (Chicago Board of Trade) zur CME Group mit einem geschätzten täglichen Handelsnominalwert von rund $ 4 200 Milliarden tatsächlich noch um Ökonomie oder nur noch um Macht und Einfluß? Und der 74jährige eigentliche Drahtzieher der Merc, Leo Melamed, hat mit China noch größeres im Sinn (so soll er bei einem Interview gesagt haben <DieZEIT 51/06>) |
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| 23 |
Nach Axel Ockenfels, einem der Jungstars der deutschen Ökonomieszene, sollte die Ökonomie den homo oeconomicus begraben. Hieße dies das Ende der Ökonomie als eigenständiger Wissenschaft und das Einverständnis zu einer multidisziplinären Systemwissenschaft? Auch das erneute Versagen ökonomischer (hier besser: finanzwissenschaftlicher) Modelle in der jüngsten Krise legt dies nahe. … gibt es aber weltweit nur gleichartige System, für die eine Systemwissenschaft Instrumente liefern würde (siehe z.B. die Theorien von Amartya Sen im Hinblick auf Entwicklungsländer)? |
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| 24 |
Wie lange werden sich die Wirtschaftspartnerstaaten der USA noch mit der Finanzierung des US-Überkonsums durch sie abfinden (der von einigen Ökonomen als Motor der Globalisierung interpretiert wird), bzw. wann platzt die längst von reale Produktion abgekoppelte Weltfinanzblase (www.sandersresearch.com: Carlton Meyer, The Yellow Man's Burden, August 30, 2007)? |
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| 25 |
Welche Antworten hat die Ökonomie auf Phänomene wie: Menschen setzen sich selbstlos für Frieden, die Wahrheit (Sacharow, Vanunu) oder für die Pugwash - Bewegung (Verhinderung des kollektiven Selbstmords der Menschheit, etwa durch den durch Atombomben erzeugten "Nuklearen Winter") ein? Oder Ärzte für "Ärzte ohne Grenzen", IPPNW, etc.? |
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| 26 |
Kriege können viele Ursachen haben und hatten historisch viele verschiedene. Ökonomische waren auch darunter. Kann die Ökonomie mit "Krieg um Anerkennung" etwas anfangen (dieser Ansatz wird etwa von Thomas Lindemann und Michel-Louis Martin, Bordeaux, vertreten) |
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| 27 |
In wie weit ist der
Neoliberalismus eine reine Wirtschaftstheorie? Oder ist er auch
eine Gesellschaftstheorie oder sogar eine (Ersatz-) Religion? |
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| d. Ökonomische Forschungsprogramme | ||
| d.1. Plurale Ökonomie d.2. Gemeinwohl in Gesellschaften des Privateigentums als "Qualitative Wertschöpfung" d.3. Ökologisch-Ökonomische Gründe von Kriegen d.4. Ökonomie und Sinnenbewußtsein d.5. Ideengeschichte, von den heutigen Problemen her d.1. Plurale Ökonomie d.2. Gemeinwohl in
Gesellschaften des Privateigentums als "Qualitative Wertschöpfung" d.3. Ökologisch-Ökonomische
Gründe von Kriegen d.4. Ökonomie
und Sinnenbewußtsein d.5. Ideengeschichte,
von den heutigen Problemen her |
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III. Wissenschafts- und technologische- Entwicklung Menge, Art und Komplexität sowie Ortsansässigkeit des Wissens hat sich extrem verändert und die Änderungsgeschwindigkeit steigt stetig. Versuche, den Kosmos unseres Wissens und Könnens durch Klassifikationsmerkmale, die die aus früheren Jahrhunderten stammenden Disziplinen oder Fakultäten entwickelten, zu beschreiben, führen nicht mehr weiter; Globale Problemlösungs-Not-Wendigkeiten erzwingen oft bislang noch unbekannte Kooperationen zwischen "Ansätzen", die über das jeweils zu bearbeitende Problem Hinausgehendes wecken und zu neuen und langfristigen Kooperationen führen. Ein spezielles und neuartiges
Wissen und Können ist das sich ebenfalls extrem rasch vermehrende
und (aus-) differenzierende "Zukunfts-Wissen". Das ist ein
Wissen und Können, von dem wir heute ziemlich sicher wissen, daß
es in Zukunft nicht ohne es wird gehen können, beispielsweise Mikrogenetik,
Nanotechnologie, Raumfahrt oder Ernährungs- und Gesundheitswissenschaften,
etc. Klassische Wissenschaften hatten sich kaum mit Fragen des Gleichgewichts in Bereichen wie Luft, Böden, Wässern, Vegetation, Wälder und Klima beschäftigt, bis hin zum Verdacht, daß die klassischen Natur-Wissenschaften letztlich nur wenig zu Lösungen der globalen Öko-Krise bzw. zur Rettung unseres Planeten vor der Selbstvernichtung beitragen können oder werden. Ansätze wie diese, aber auch frühere wie die Kybernetik und die Systemwissenschaften oder die heutigen Versuche zur Komplexität oder zur Konvergenz, können als Versuche zur Schaffung neuer Meta-Wissenschaften bezeichnet werden. Heutige Erkenntnis in
fast allen Wissens- und Könnens- Gebieten spricht nur mehr von
nichtlinearen offenen Prozessen, nicht mehr von linearen Kausalketten.
Überall handelt es sich nicht mehr nur um objektiv untersuchbare
"Objekte", sondern darum, daß Menschen mit ihren verschiedenen
sozialen und kulturellen Herkünften, ihrem Subjektcharakter und
ihrem Bewußtsein an diesen Objekten beteiligt sind. Sich ihrer
selbst bewußt gewordene Menschen stellen in offenen Systemen Sinn-
und Zufalls- Fragen und erweisen sich dadurch Deterministen gegenüber
weit überlegen. "Um Leben zu untersuchen muß man sich
am Leben beteiligen". Andreas Weber spricht in seiner "Revolution
der Lebenswissenschaften" davon, daß die Organisationsformen
und Vernetzungen der irdischen Lebenswelt Ausdruck eines immer neuen
unermüdlichen Selbst-Sein-Wollens seien. … Und es sei hier auch
auf die besondere Variante der westlich / abendländischen Wissenschaft,
auf die außerordentlich erfolgreiche und für Forscher aus
aller Welt durch die Wahl Obamas wieder attraktive (pragmatische und
renditenorientierte) USA verwiesen, die sich zunehmend kritischen Fragen
und Ansätzen aus all den vielen Kulturen gegenübersieht, in
denen jetzt auch selbst geforscht und entwickelt wird. Nicht nur gehört
sie immer noch zu den produktivsten, kreativsten und innovationsreichsten
Staaten, sondern es kommen auch viele kritische Fragen an sie selbst
aus ihrem eigenen Innersten heraus. (Die) Visionäre kooperieren und vernetzen sich über die Grenzen ihrer Fachdisziplinen hinweg insbesondere dadurch, daß sie transparente und herrschaftsfreie (inter-wissenschaftliche) Dialoge führen und ebensolchen Austausch von Methoden und Erkenntnissen pflegen, sowie diese der Öffentlichkeit vermitteln (die Umsetzungsfrage). Sie fühlen sich für die gesellschaftlichen Folgen sowohl ihrer Handlungen (als auch ihrer nicht durchgeführten Handlungen) verantwortlich und fragen sich konstant, was jeder Einzelne von ihnen zum Wohl des Ganzen beitragen kann bzw. ob es schon reicht, nur durch Verbreitung wissenschaftlichen Wissens und technologischen Könnens Veränderungen anzustreben. Deswegen schätzen sie Ansätze mit gleichermaßen ganzheitlicher und wahr-nehmender Me-thode. Wissenschaftliche Forschung und ihre technologischen Umsetzungen greifen immer rücksichtsloser in alle heutigen und viele kommende Lebensformen von Mensch und Natur ein, oft ohne sich im geringsten um Folgewirkungen zu kümmern (dies ist, u.a., auch die Frage der Verantwortung gegenüber unseren Kindern). Es herrscht "Krieg gegen die Natur". Wenn die Natur jedoch mal zurückschlägt, herrscht allgemeine Ratlosigkeit! Deswegen hinterfragen furchtlose Visionäre Herrschaftswissen epistemologisch und ideologiekritisch und fordern und fördern, was, oft diffamierend, "weibliche Wissenschaft" genannt wird. Wissenschaftler & Technologieentwickler bestimmen Glück und Zukunft der Menschheit ebenso wie den Frieden zwischen den Menschen entscheidend mit und sind deswegen auch mit verantwortlich. Zudem haben sie, wie wenige andere, Wissen und Macht über die Natur. Viele von ihnen waren oder sind am Zustandekommen der von der Selbstzerstörung bedrohten heutigen globalen Struktur ("der" Problématique) beteiligt. Aus dieser Verantwortung ergibt sich die Verpflichtung, an der Bewältigung der alle anderen Probleme überwölbenden Problématique im vollen Bewußtsein darüber mitzuarbeiten, daß dies immer Auswirkungen auf die Gesellschaften, Staaten und Kulturen unserer Erde hat und daß deren Reaktionen möglichst demokratisch mit einzubeziehen sind. Wissenschaftlich fundierte Zukunftsstudien sind nötig, um zu analysieren, was - hoffentlich - noch abwendbar sein könnte, und, gegebenenfalls, wie. Dazu sollten möglichst viele Wissenschaftler und Entwicklungsingenieur aus Natur-, Geistes-, Sozial- und Technologie- Wissenschaften mit all ihren Kräften und Expertisefähigkeiten beitragen. Um nur einige dieser Probleme
zu benennen: Folgt die Menschheit dem gegenwärtigen Trend wachsender
Gewalt gegen Menschen und die Natur, sind katastrophale Auswirkungen
auf die heutigen Lebensgrundlagen sowie auf die Lebensgrundlage der
nächsten Generationen unvermeidbar. Die globalen Umweltbedrohungen
eskalieren ebenso exponentiell wie die Ungleichverteilung zwischen Armen
und Reichen, zu der sich die gegenwärtig führende ökonomische
Theorie ausdrücklich bekennt. Militärische Auseinandersetzungen
und andere Formen der Gewalt nehmen ebenfalls wieder stark zu. Die Grenzen
des ökonomischen Wachstums sind erreicht oder bereits überschritten.
Die Bedrohung der Geobiosphäre kann evidenter kaum mehr werden. Wahrer Fortschritt in Wissenschaft und Technologie ging bislang stets auf freie und eigenverantwortliche Forschung und Entwicklung zurück. Umgekehrt aber kann auch die Forderung nach Forschungsfreiheit nur dann überzeugend sein, wenn Wissenschaft und Technologie immer wieder neu Zeugnis für die übernommene Mitverantwortung für die Erhaltung des Friedens und der natürlichen Lebensgrundlagen für derzeitige und kommende Generationen von Menschen, Fauna und Flora ablegen. - Theorie und Praxis der Freiheit der öffentlichen wissenschaftlichen Debatte und der Freiheit der Meinungsäußerung in allen Bereichen der Gesellschaft gehörten zu den höchsten Gütern. - Auch frühe Warner und Whistleblower sind unabdinglich und sollten höchste gesellschaftliche Anerkennung erfahren. In Forschung und Lehre ebenso wie in der Öffentlichkeitsarbeit der Forschungs- Technologieentwicklungs- und Bildungs- Stätten sind leider weder |
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| a) | der doppelt aufmerksam-kritische Blick sowohl auf das eigene Fachgebiet als auch über dessen Tellerrand hinaus, noch | |
| b) | die Anleitung zum interdisziplinären Diskurs in allen Teilbereichen des Wissenschafts- und Technologie- Systems | |
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selbstverständlich. Und so gut wie ausgeschlossen sind Fragen nach Gefühlen bei Wissenschaftlern und Technologieentwicklern, von "Glück" erst gar nicht zu sprechen. Wesentlich sind die Ermutigung und moralische Unterstützung von Schülern, Studierenden und jungen Wissenschaftlern zur kritischen Hinterfragung der aktuellen und potentiellen Folgen ihrer Aktivitäten sowie die Umsetzung moralischer Forderungen in der Praxis. Einer der wichtigsten Katalysatoren ist dabei das Vorbild älterer Wissenschaftler, Forscher und Entwickler. Vor welcher Instanz haben
wir alle uns / haben sich alle Funktionsträger / Bürger dieser
Erde zu verantworten? Vor den von Ungerechtigkeit und Gewalt betroffenen
Mitmenschen sowie vor dem Leben in unserer Geobiosphäre insgesamt,
insbesondere jedoch vor unseren Kindern und späteren Generationen.
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IV. Prolegomena zu einer Theorie des 21. Jahrhunderts Wer zu Beginn eines Jahrhunderts
eine Theorie über dessen "in naher Zukunft" liegenden
Hundert Jahre zu schreiben wagt (es gab und gibt auch Theorien zum dritten
Jahrtausend), muß einerseits damit rechnen, von der Geschichte
deklassiert zu werden, könnte aber, andererseits, dieses auch,
ggf. vielleicht sogar entscheidend, beeinflussen. Die Deklassierungsgefahr
ist um so realer, je mehr stimmt, daß sich die Zeiten immer schneller
wandeln (es gibt viele "technische"
Neuerungen, die vor wenigen Jahren niemand zu denken gewagt hätte,
wie Verkehrsnavigatoren, Medikamente (etwa gegen Aids) oder längere
Lebenserwartungen, etc.). Wir leben, denken, fühlen und schreiben aus dem europäisch-okzidentalen Kulturkreis heraus und sind uns bewußt, daß wir unsere Abstammungsprägung nur in Grenzen, also z.B. durch Reisen, längere Aufenthalten in anderen Kulturregionen und Sprachkenntnisse, etc. abschwächen können. - Wir nehmen die Prägung unseres Denkens außerordentlich ernst! Dennoch, bzw., obwohl z. Z. mal wieder Kulturpessimismus dominiert: die okzidentale geopolitische Kultureuphorie wird die Theorie des 21. Jahrhunderts bestimmen: Wahrhaft massenweise Freisetzung menschlicher Kreativität / Innovation auf Basis verschiedenster sozio-kultureller Hintergründe und anerkannter Gleichwertigkeit führt zu neuen und neuartigen Chancen für Frieden und gemeinsame Entwicklung … und es wird zu keinem "Weltuntergang / Doomsday" kommen. Ein Ergebnis des "Converging Technologies Ansatzes" (oder der Kombination von Gen-, Nano- und Cogno- Wissenschaften … und anderen) werden immer neue Varianten des Homo Sapiens sein: jeder neue Intelligenz-Zuwachs bis Sprung wird dazu genutzt werden, die (nano-) biologische Hardware-Grundlage der jeweilig führenden Homo Sapiens Art weiter zu entwickeln … möglicherweise ein progressus ad infinitum, es sei denn, die Sinnfrage wird gestellt und mit "es ist gut und genug" bzw. mit Selbstzufriedenheit oder gar Stolz beantwortet … "wie haben wir es doch so weit gebracht"! Was aber nicht bedeutet, daß der progressus ad infinitum nicht später (in späteren Jahrhunderten) doch wieder aufgenommen werden könnte (wenn sich wieder genügend Fragen stellen, Probleme zu Lösungen anstehen, Unzufriedenheit und Unruhe erneut um sich greifen werden) … wenn solche "menschlichen Aspekte" (von heute aus gesehen) dann überhaupt noch wirkungsmächtig sein können? Jede mögliche "Theorie des 20. Jahrhunderts" oder jede "Verwissenschaftlichung von Komplexität" hat eine Größenordnung, die geradezu dazu herausfordert, jeder Sorte von Verschleierung Vorschub zu leisten (was die Gründe für sie auch immer gewesen sein mögen), z.B. den Machtverhältnissen (insbesondere auf Grund von Kapitalien). - Andere Theorieteile könnten z.B. die weibliche Gesellschaftshälfte betreffen, denn diese wird am meisten von den längeren Kondratieff-Zyklen profitieren … bzw. die Bevölkerungsentwicklung auf eine Reduktion der Erd-Gesamt-Bevölkerung ebenso hintrimmen wie auf bessere Gesundheit von jeder- mann / frau, etc.. - Oder werden sich neue Intelligenzen ein Stell-Dich-Ein in der Welt-Gesellschaftgeschichte geben, oder längere Lebenszeiten … und Nachwuchs-Zeugungen werden einer Erlaubnis bedürfen, die nach strengen Zielkriterien verfährt. Bleiben die Analysen dagegen klassisch, drängen sich Überlegungen der folgenden Art beinahe von alleine auf: Neue Welt-Macht-Systeme werden, nach über 500 Jahren des okzidentalen Welt-Macht-Systems, entstehen. Als fast schon wahrscheinlich muß angenommen werden, daß der Okzident in diesen Systemen vom führenden Teil zu einem Teil unter anderen degradieren wird (China, Indien, S-O-Asien unter japanischer Hegemonie, Muslimischer Block, Okzident und Russische Föderation) bzw. sogar noch weiter in mehrere Teile (z.B. Europa versus Nordamerika/NAFTA, sowie Brasilien, etc.) zerfällt.
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Interessen und/oder
Intentionen unterschiedlicher Sorten von Geopolitik
Politikfeld "Wissenschafts- und Technologie- Entwicklung" |
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![]() |
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V.
Schlußfolgerungen |
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Schaubild - "Geo-Demokratie"
sowie "Wissenschaft und Technologische
Entwicklungen für Jedermann/ -frau" in Szenario I |
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bzw.
mit weniger Zeitbindung:
- es bei knappen Rohstoffen häufig zu Verteilungskämpfen kommt. Wir bezeichnen Verteilungskämpfe aber heute als Verschmutzung bzw. als ökologisch nicht mehr verantwortbar; - das 21. Jahrhundert nur mit friedlichen und partizipativen (entwicklungs-) politischen Verteilungssystemen "überleben" kann. … Es ist noch zu früh, Prinzipien für dieses aufzustellen. … Die Menschheit hat, um ihr (kollektives) Glück zu finden, noch lange Wege vor sich. b. Seriöse
wissenschaftsbasierte Forschungen über mögliche, denkbare
und oder wahrscheinliche "Zukünfte" - analysieren und bewerten langfristige (Krisen-)Potentiale, vergleichen sie mit Studien ähnlicher Art (z.B. aus früheren Zeiten) und bewerten ggf. deren Wahrscheinlichkeiten (wenn sie mutig ist und ihnen ausreichende Informationen vorliegen). c. "Unsere" Zukunftsforschungs- Theorien und entsprechende praktische Umsetzungen antworten auf Fragen wie beispielsweise die, ob es zu einer Weltwirtschafts-Krise à la 1929 kommen wird, wie folgt: Neben Phänomenen, wie daß der Welt-Handel zu Teilen irrsinnig geworden ist und daß Klima-Realismus Anpassungserfordernisse an andere Klimate stellt, bergen Krisen generell sowie die Krise des Welt-Handel als auch der Klimawandel große und realisierbare Chancen zu(m) O Haushalten mit der Natur O Sauberer zu leben O Teil der Natur zu werden O Unnötiges zu lassen O Besserer Verteilung
von lebensnot- O Chancen für neue Arbeit Diese Chancen können
nur genutzt werden, wenn sie von genügend Menschen vielerorts ergriffen
werden … dann aber kann man hoffen, nicht nur ein neues "1929"
vermeiden zu können, sondern in der Tat "ein neues Haus",
neue Lebensbedingungen für einen neuen und sozial- und umwelt-verantwortlichen
und hoffentlich auch "glücklichen" Homo Sapiens zu konstruieren. |
||
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| [1] |
Das
Europäische Parlament/der Europäische Rat beschlossen am 2006
das "Programm für lebenslanges Ler-nen" für die
Jahre 2004-2013. Sein repräsentativster Teil ist das Grundtvig
Programm. Dieses soll vor allem das europäische Bewußtsein
und die Fähigkeit stärken, sich gesellschaftlichen Veränderungen
anzupassen. |
|
| [2] |
Wissenschaft
und technologische Entwicklung sind zwar oft nur indirekt im EU "Programm
für lebenslanges Lernen" angesprochen, sind jedoch ohne deren
Prinzipien und Intentionen undenkbar. Weswegen wir diesem, von uns hier
zum ersten Mal skizzierten Bereich, die Überschrift "Grundtvig-H"
gegeben haben |
|
| [3] |
Zum
Begriff der Geopolitik: siehe meinen Aufsatz "Zukünftige Geopolitk
mit Weltbürgerbeteiligung", in "Weltgewissen - Pannonisches
Forum für Europäische Bildung in weltbürgerlicher Absicht",
Forum Europahaus Burgenland, Nr. 14, August 2008 |
|
| [4] |
dazu
Gideon Rachmann in obigem FT Artikel: … the US has neither the power
nor the inclination to impose a new set of arrangements on the rest
of the world. …Part of the European excitement going into Bretton Woods
II is based on the idea that the age of American primacy is over - and
a new multilateral era is dawning |
|
| [5] |
wie
z.B. Gen- und Nano-Technologien, sowie die in Kürze zu erwartenden
Entwicklungen wie das sich verselbständigende maschinelle Denken
oder die maschinelle Intelligenz, die die menschliche in den Schatten
stellen soll |
|
| [6] |
es
sei denn, der Menschheit gelänge es nicht, ihre eigene Zivilisation
zu überleben (survival), bzw. deren negative Folgen wie z.B. einen
nuklearen Winter oder globale Klimakatastrophen etwa mit Temperaturanstiegen
von mehr als 6 Grad |
|
| [7] | Zufallslistung,
nicht von ihrer Bedeutung her gedacht |
|
| [8] | die Theorie
des 21. Jahrhunderts ist eine Theorie sozio-ökologischer und sozio-ökonomischer
Entwicklungen unserer Erde |
|
|
|
||
|
(Auswahl) Literatur - Horst Afheldt, Wirtschaft, die arm macht,
Verlag Antje Kunstmann, München, 2003, ISBN 3-88897-344-9 |
||
|
|
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| Prof. Peter H. Mettler,
Ph.D., M.A. Prof. (em.), Gesellschaftswissenschaften sowie Planungs- & Technologie-Analysen an der Univ. Frankfurt/M. und an der FH Wiesbaden; regelmäßiger Gastprofessor an maghrebinischen, mexikanischen und US-Universitäten; Beratender Langfristplaner und Zukunftsforscher; Auf-sichtsratsvorsitzender, Future Management Group, Eltville; voraussichtlich ab 7/2009: Senior Professor, Institut Technik und Gesellschaft, TU-Berlin D-65189 Wiesbaden, Theodorenstr.3 |
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