Bibliothek am Campus 2.


Die Bibliothek des Europahauses befindet sich im "Haus Eisenstadt" am Campus 2.

Rund 2000 Bücher sind zu folgenden inhaltliche Schwerpunkten vorhanden:
Fachliteratur zu europapolitischen und entwicklungspolitischen Themen, Menschenrechte, Philosophie und politische Bildung; weiters die Sammlung
"Bosnische Bibliothek", die 1994 zur Betreuung von Flüchtlingen aus Spenden angelegt wurde;
Kunsthistorische Werke aus dem Nachlass von Prof. Luby
Nachschlagewerke, Handbücher
Videosammlung zu entwicklungspolitischen und erdkundlichen Themen
Didaktische Handreichungen für Lehrer.

Die Öffnungszeiten der Bibliothek sind:
MO - DO: 08:00 - 12:00 Uhr / 13:00 - 16:00 Uhr, FR: 08:00 - 13:00 Uhr
Für Beratungen bitten wir um telefonische Terminvereinbarung (02682/704-5933).

Entlehungen sind jederzeit, auch über Fernleihe möglich.

Die Bibliothek ist im elektronischen Verbund entwicklungspolitischer Bibliotheken "Bibliotheca 2000". Über www.baobab.at haben Sie Zugang unter: Bibliothek - Weiter zum online Katalog - Zweigstelle: SW-Burgenland

Unsere aktuelle Buchempfehlung:

Martin Leidenfrost
Die Welt hinter Wien
Fünfzig Expeditionen

ca. 240 Seiten, gebunden
Euro 16,90
ISBN 978-3-85452-629-2

Kurzbeschreibung:

Fünfzig literarische Expeditionen in das nah-ferne Zentrum Europas

Martin Leidenfrost ist Österreicher und lebt seit 2004 im slowakischen Grenzort Devínska Nová Ves, auf der langsam vernarbenden Naht des Eisernen Vorhangs. Von dort sind es nur wenige hundert Meter nach Österreich, dreißig Kilometer nach Ungarn und fünfzig in die Tschechische Republik. »Die Welt hinter Wien« versammelt Geschichten aus einer Gegend, die auf vier Staaten, vier Staatssprachen und Dutzende Ethnien verteilt ist, und doch liegt alles ums Eck. Das Gebiet bezeichnet den mitteleuropäischen Zentralraum zwischen Alpen und Karpaten, irgendwo um die Städte Wien und Bratislava, Györ und Brno herum. Sie hat einige Bezeichnungen erhalten, Namen wie »Centrope« etwa, doch kaum ein Bewohner empfindet diesen von Grenzen zerfurchten Raum als eine organische Region. Von Devínska Nová Ves aus betrachtet erscheint sie indessen als eine natürliche Einheit. Ein Jahr lang tauchte Leidenfrost Woche für Woche in eine andere Sphäre, in eine andere Sprache, in ein anderes Milieu ein. Aus der Summe dieser Wanderungen entstand das Porträt einer verblüffend vielfältigen Region. »Die Welt hinter Wien« erzählt von Anziehung und Abstoßung, von Stammesfehden und Megalopolen-Utopien, von der Schönheit, Traurigkeit und Wirklichkeit der europäischen Integration. »Die Welt hinter Wien« ist das Buch zur Serie, die im Spectrum der Tageszeitung "Die Presse" erschienen ist und mit dem Journalistenpreis »Writing for CEE 2007« ausgezeichnet wurde.

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Buchempfehlung:

Luciano Canfora

Eine kurze Geschichte der Demokratie

PapyRossa, 2006
Umfang: 404 S.
Auflage: 2. Aufl.
ISBN: 3-89438-350-X

Kurzbeschreibung:

In seinem Epochenüberblick von der Antike bis zur Europäischen Union konfrontiert der Autor die dominierenden Vorstellungen mit einem radikalen Begriff von Demokratie, dem diese nicht als blosse Form und als Fassade obligarchischer Herrschaft gilt, sondern als Streben der subalternen Gesellschaftsklassen nach politischem Einfluß und realer Gleichheit. Dies führt zu einer neuen Sicht auf die europäische Geschichte ebenso wie auf die Gegenwart und macht ein historisches Vermächtnis bewußt, dessen Einlösung noch immer aussteht. Die Demokratie, so das provokante Fazit, ist auf andere Epochen verschoben und wird von anderen Menschen neu konzipiert werden. Vielleicht nicht mehr von Europäern.

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Buchempfehlung:

György Dalos
Jugendstil

erschienen August 2007
176 Seiten, gebunden
Rotbuch Verlag
ISBN: ISBN 978-3-86789-001-4

Kurzbeschreibung:

Während einer Reise in seine Geburtsstadt Budapest begegnet Robert Singer, der als Exilungar in Wien lebt und dort als stellvertretender Direktor des Instituts für Jugendstil tätig ist, einem ärmlich gekleideten Mann, der ihn anspricht. Robert kann den »Fremden« zunächst nicht identifizieren und lädt ihn aus Verlegenheit in ein Restaurant ein, wo sich der Unbekannte als sein alter Schulkamerad Feri K. zu erkennen gibt. Das flüchtige Wiedersehen nach vierzig Jahren lässt Robert eine tief verwurzelte Geschichte wieder erleben, Bilder aus einer längst vergangenen Zeit werden wach.

Robert sieht sich zurückversetzt in den Herbst 1961, in die kleinbürgerliche Enge und Armut seiner Familie, der er entfliehen will. Er erinnert sich an seine erste große Liebe zu Ilona, an den Konflikt mit seinem Schulkameraden Feri K., und er erinnert sich an dessen Worte bei dem letzten Gespräch, bevor sich ihre Wege trennten: »Merkwürdig, hätte ich dich als Juden und Kommunisten nicht gehasst, könnten wir als Menschen sogar Freunde sein.«

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Buchempfehlung:

Renate Seebauer
Frauen, die Schule machten

erschienen März 2007
242 Seiten, Paperback
LIT Verlag
ISBN: 3825802272

Kurzbeschreibung:

Sie kamen aus den unterschiedlichsten Teilen Europas - aus Galizien, aus Böhmen, Mähren, aus Triest. Alle waren sie Pionierinnen auf ihrem Gebiet: die erste Bürgerschuldirektorin, die erste Universitätsdozentin. Fast alle waren Lehrerinnen oder engagierten sich für eine bessere Ausbildung von Mädchen und Frauen . Alle hatten das Zentrum ihres Wirkens in Wien gefunden. Vieles, was sich die sogenannte „Wiener Schulreform" auf ihre Fahnen schrieb, hatten jene Frauen, die Schule machten , längst antizipiert.
Die Publikation richtet sich an alle, die einen wesentlichen Ausschnitt aus der Geschichte des österreichischen Bildungswesens aus einer anderen Perspektive kennen lernen möchten.

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Buchempfehlung:

Niels Werber
Die Geopolitik der Literatur
Eine Vermessung der medialen Weltraumordnung

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Hanser; Auflage: August 2007
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446209476
ISBN-13: 978-3446209473

Kurzbeschreibung:

Zu allen Zeiten haben die Literatur und andere Medien Landkarten realer und imaginärer Weltgegenden entworfen. Ob in Heinrich von Kleists Hermannsschlacht, Herman Melvilles Moby-Dick oder J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe: Der Leser findet sich mittels künstlicher Kartographien in der Welt der Fiktionen zurecht. Es sind Bilder von guten und bösen, zivilisierten und barbarischen Weltteilen, die sich in die Köpfe der Leser einprägen, ihren Blick auf die Wirklichkeit verändern und zu Weltanschauungen, Ideologien und politischen Programmen verdichten. Daher liegt es nicht allein im literaturwissenschaftlichem Interesse, diese imäginären Territorien zu vermessen.

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Buchempfehlung:

Illich, Ivan
In den Flüssen nördlich der Zukunft
Letzte Gespräche über Religion und Gesellschaft mit David Cayley


Aus dem Englischen von Sebastian Trapp.
2006, 277 Seiten. Broschiert.
EUR 22.90
ISBN 978-3-406-54214-5

Kurzbeschreibung:

Das Testament des Ivan Illich
Ivan Illich zeigt in diesen Gesprächen mit David Cayley, in welcher Weise die moderne Gesellschaft in all ihren Widersprüchen und Verästelungen aus der Geschichte des Christentums und der Kirche verstanden werden muß. Seine provozierende These ist, daß die westliche Zivilisation nur angemessen als Korruption der christlichen Botschaft verstanden werden kann.
Ivan Illich erkennt, daß die Moderne weder die Erfüllung, noch die Antithese zum Christentum darstellt, sondern vielmehr als dessen Perversion begriffen werden muß. Er argumentiert, daß die Anfänge der westlichen Moderne auf eine radikale Veränderung der lateinischen Christenheit zurückgehen, in deren Folge die Kirche ihre Macht einsetzte, um die Menschen zu formen und zu disziplinieren. Die Versuche der Kirche, den Weg zur Erlösung und die Erlösung selbst mittels eines umfassenden Regelsystems zu garantieren und zu regulieren, brachten eine fatale Wertschätzung von Normen und Regeln mit sich, die nicht nur im abendländischen Rechtssystem, sondern auch in der Ethik ihren Niederschlag gefunden hat. Illichs Analyse der gegenwärtigen Gesellschaft bietet eine neue Sicht auf das Christentum und die Grundlagen der abendländischen Kultur.

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Buchempfehlung:

Klaus Schleicher
Zur Biographie Europas
Identität durch Alltagshandeln

Verlag : Krämer, Reinhold
ISBN : 978-3-89622-081-3
Einband : Paperback
Seiten/Umfang : 240 S., zahlr. Abb., Übers. u. Graf. - 21 x 14,8 cm
Erschienen : 1. Aufl., 15.02.2007

Kurzbeschreibung:

Der Reichtum Europas geht weit über die nationalen Grenzen der einzelnen Mitgliedstaaten hinaus. Eine europäische Bildungsgeschichte, eine Biographie Europas, wie sie hier vorgestellt wird, versucht die Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, die Voraussetzung für eine europäische Integration und eine europäische Identitätsbildung sind.
Klaus Schleicher geht es hauptsächlich um informelle Bildungsprozesse, die im Alltagshandeln erworben werden und nachhaltig die Entwicklung Europas bestimmen. Seine Suche nach Vermittlungsprozessen für ein europäisches Selbstverständnis zeigt anhand von zentralen Beispielen kultureller Entwicklung, wie sich ähnliche Lebens-, Einstellungs- und Bewußtseinsformen über Jahrhunderte entwickelten. Die einzelnen Themenfelder werden von frühen Ansätzen bis in die Gegenwart diskutiert, um einen Blick in die Zukunft zu erleichtern.
In vier Kapiteln, Verkehr und Handel, Rechtsentwicklung, Kommunikationsmittel und Architektur, wird die Entwicklung bis ins 21. Jahrhundert verfolgt.
Das beeindruckende Panorama, das Klaus Schleicher in seinem Buch zur Biographie Europas entwirft, zeigt, daß es besonders die informellen Bildungsprozesse sind, die ein europäisches Identitätsbewußtsein ermöglichen.

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Buchempfehlung:

Christopher A. Bayly
Die Geburt der modernen Welt
Eine Globalgeschichte 1780-1914

Übersetzt von Thomas Bertram, Martin Klaus

»Über Weltgeschichte wird zurzeit viel diskutiert - Bayly schreibt sie. Sein Werk setzt Maßstäbe«, so der bekannte Historiker Dieter Langewiesche in der Historischen Zeitschrift
ISBN 3-593-38160-5
EAN 9783593381602

Kurzbeschreibung:

Bis heute gilt Europa als Wiege der Revolutionen, die seit 1789 die alte Ordnung erschütterten. Christopher Bayly widerlegt dieses Bild. So stellt er die europäischen Ereignisse von 1848 in einen Zusammenhang mit der Taiping-Rebellion in China und dem amerikanischen Bürgerkrieg. Doch Bayly revidiert nicht nur zentrale Mythen des europäischen Selbstbildes. Er löst sich von der bislang vorwiegend ökonomischen Analyse der Globalisierung. Sein weltumspannender Blick auf das Agieren der Staaten, die vielfältigen Ausprägungen von Gesellschaftsordnungen, Religionen und Lebensweisen zeigt auf verblüffende Weise, wie eng schon im 19. Jahrhundert die Entwicklung Europas mit den anderen Erdteilen verknüpft war. Nach der Lektüre dieses Buches sehen wir die Welt mit neuen Augen und müssen unsere eigene Geschichte neu bewerten.

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Buchempfehlung:

Münkler, Herfried
Imperien
Die Logik der Weltherrschaft - vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten

336 S., Mit 11 s/w Karten, Tb
  9,90 / sFr 18,50
ISBN 978-3-499-62213-7
April 2007

Kurzbeschreibung:

Imperien seien Relikte der Vergangenheit, glaubte man bis vor kurzem. Umso bestürzter waren die Europäer, als die USA ihre Vormachtstellung offen demonstrierten. Plötzlich stellen sich drängende Fragen: Wodurch zeichnen sich Imperien aus? Welche Risiken birgt eine imperiale Ordnung? Und welche Chancen bietet sie? Herfried Münkler zeigt, wie Imperien für Stabilität sorgen und welche Gefahren ihnen drohen, wenn sie ihre Kräfte überdehnen

 

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